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  • Lesedauer:
    7 min
  • Datum:
    17.5.2019

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#performance #MARKETING #seo

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Google Tag Manager vs. plain Google Analytics

Jeder der was mit Internet macht, hatte bestimmt schon mit dem Thema Tracking zu tun. Keine Seite oder Software, welche heutzutage als professionell betrachtet wird, kommt ohne genaue Analysen der Benutzerzahlen, des Userflows und der verwendeten Endgeräte aus. It's all about data!
Denn was bringt eine Webseite, wenn man nicht weiß was die Leute dort machen. Wer ein Ladengeschäft hat, weiß ja immerhin auch, wie sich seine Kunden im Laden verhalten und kann dementsprechend seine Ware richtig platzieren. Klingt logisch, oder?

Das DSGVO Thema hat kurzzeitig mal alle aufhorchen lassen, aber jetzt hat eben jede Seite einen kleinen Cookie-Banner und es wird fleißig weiter ausgewertet.

Aber wie funktioniert das?

Es gibt natürlich ganz viele unterschiedliche Arten des Trackings. Wir konzentrieren uns heute auf das klassische Google Analytics Tracking. Hier ein paar Basics für alle, die nicht genau wissen, was dabei gemessen wird:

  • Besucheranzahl der Seite
  • Aufenthaltsdauer
  • Besuchte Seiten
  • Zugriffsstandorte
  • Benutzte Endgeräte
  • und vieles mehr

Das sind aber tatsächlich nur die Standart-Auswertungen. Sobald man etwas tiefer und genauer eintauchen will, braucht man fähige Entwickler die auf unterschiedlichen Aktionen der Webseite programmatisch eingreifen.Das ist allerdings sehr schwierig für die Marketing-Abteilungen, da diese meistens keine Codeing-, Testing- und Debugging-Kenntnisse haben und dahingehend von der IT-Abteilung abhänging sind.

So sah der bisherige Standardcode für Analytics aus, der auf jeder Seite implementiert sein musste:


(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
  (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
        m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga');

ga('create', 'UA-XXXX-Y', 'auto');
ga('send', 'pageview');


Dieser Schnipsel wurde einfach auf jeder HTML Seite im Quelltext hinterlegt und schon wurden die Daten erfasst.
Wenn man aber mehr über die Usability der Seite herausfinden wollte – z.B. wie oft der CTA-Button geklickt wird – dann standen die meisten vor einem Rätsel. Jetzt musste irgendein Programmierer in den Code, ein spezielles Event auf dem Button hinterlegen, unterschiedliche Parameter übergeben, debuggen und testen ob alles auch wie gewünscht in der Administrationsoberfläche der Analyse auftaucht. Tja und das immer und immer wieder, falls etwas neues ausgewertet werden musste. Somit fielen zusätzliche Kosten an und meist dauerte es ewig bis die Resultate auch endlich sichtbar wurden – zumal die Entwickler auch meistens viel zu tun haben und so ein Ticket dann bis zum Deployment schon mal eine Weile liegen blieben kann.

Und dann kam der Tag Manager

... und erstmal wusste keiner was zu tun war. ;)

Eigentlich war das Ziel ganz einfach: Man sollte ohne Abhängigkeit der IT in der Lage sein, alles auf der Webseite tracken und auswerten zu können. Quasi der Himmel für die reinen Marketeers unter uns. Einmal den Google Tag Manager Container implementieren und zukünftig ist alles über die Administrationsoberfläche einstellbar und weiterhin in Analytics auswertbar. Zusätzlich fallen nicht mehr zig Zeilen Code an und man hat den Komfort, unterschiedliche Werbe-Trackings gleich mit abzubilden. In den paar Zeilen Code des Tag Managers hat man jetzt die Optionen Tools wie Adwords, Google Remarketing, Crazy Egg usw. gleich mit zu integrieren.

Eine Lösung für alle Probleme - 💪
Einen weiteren großen Vorteil bietet die Versionierung, da der Tag Manager eine Historie hat, quasi Marketing Versionierung. Für alle Entwickler, die mit GIT arbeiten, ist dies nichts Neues. Falls irgendwas nicht funktioniert, lässt sich so kinderleicht ein älterer Zustand des Systems wiederherstellen.

Aber wie ist der Tag Manager aufgebaut?
Folgender Schnipsel ist alles, was dazu gebraucht wird:


(function(w,d,s,l,i){w[l]=w[l]||[];w[l].push({'gtm.start':
          new Date().getTime(),event:'gtm.js'});var f=d.getElementsByTagName(s)[0],
        j=d.createElement(s),dl=l!='dataLayer'?'&l='+l:'';j.async=true;j.src=
        'https://www.googletagmanager.com/gtm.js?id='+i+dl;f.parentNode.insertBefore(j,f);
})(window,document,'script','dataLayer','GTM-5VCBFBZ');
  

Diese Begriffe sollten im Umgang mit dem Tag Manager geläufig sein.

Container

Einmal im Code eingefügt, dient er als Fundament, innerhalb dessen alle Tags und Trigger über die Oberfläche verwaltet und ausgeführt werden

Tags

Snippets, die über den Container ausgeführt werden. Zum Beispiel Google Analytics, AdWords oder andere Tracking Pixel.

Trigger

Trigger sind Regeln im Tag Manager. Sie beschreiben, wann ein gewisser Tag ausgeführt werden soll. Hier kann z.B. definiert werden, dass Google Analytics auf allen Seiten (pageviews) ausgeführt wird oder das Conversion-Tracking nur auf der Dankesseite nach einem Bestellvorgang gefeuert wird

Variablen

In Variablen werden bestimmte Informationen gespeichert, die beim Ausführen des Containers befüllt werden. Ein typisches Beispiel ist die Seiten-URL oder der Referrer.

Zusammengefasst nochmal die wichtigsten Vorteile des Tag Managers auf einen Blick

  • Der Tracking Pixel muss nur einmal eingefügt werden
  • Unabhängigkeit von der IT oder Programmierern
  • Perfekte Unterstützung aller Google Produkte und vieler externer Trackingtools
  • Schnellere Reaktionszeit der Webseite durch asynchrones Laden des Codes
  • Versionen zurückverfolgbar und wiederherstellbar
  • Nahezu alles was auf der Seite passiert ist kinderleicht zu analysieren und auszuwerten, ohne technische Expertise

Also dann: Happy Tracking, Leute! Und falls ihr Fragen habt oder Unterstützung braucht, meldet euch einfach bei uns.

Photo by lalo Hernandez on Unsplash

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